Erfolgreiche Schwimmoffensive von Stadt und Stadtsportbund Aachen

Seit über 15 Jahren ist der Stadtsportbund bereits im Bereich der Schwimmausbildung aktiv. Gemeinsam mit der Stadt Aachen konnte in diesem Zeitraum eine Reihe nachhaltiger Konzepte entwickelt und tausenden von Kindern erfolgreich das Schwimmen beigebracht werden.

In der Sitzung (Donnerstag, 16. März) des städtischen Sportausschusses berichtete Nadine Frey, Geschäftsführerin des Stadtsportbundes e. V., über die erfolgreiche Schwimmoffensive von Stadtsportbund und Stadt Aachen.

Seit vielen Jahren legt der Stadtsportbund einen Schwerpunkt auf die Vermittlung der Schwimmfertigkeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und engagiert sich in vielen Projekten rund um das Thema Schwimmen. Frey nannte in diesem Zusammenhang erfolgreiche Projekte und Formate wie „Aachener Kids auf Schwimmkurs“, die Ferienschwimmkurse „NRW kann schwimmen“, den „Blubberclub – Wassergewöhnung in der Kita“, Schwimmkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Beeinträchtigung oder Schwimmen im Offenen Ganztag. Aber auch die Aus- und Fortbildungen stellen wichtige Bausteine der Schwimmoffensive dar.

„Aachener Kids auf Schwimmkurs“

Seite 2017 werden Lehrkräfte im schulischen Schwimmunterricht aktiv durch Übungsleitungen des Stadtsportbundes im gemeinsamen Projekt von Stadtsportbund und Stadt Aachen „Aachener Kids auf Schwimmkurs“ unterstützt. Das Setting Schule ermöglicht es, mit dem Schwimmunterricht alle schulpflichtigen Kinder zu erreichen. 30 Grund- und vier weiterführende Schulen nehmen mit 15 Übungseinheiten pro teilnehmender Schulklasse und bis zu vier wöchentlich pro Schule teil. „All das geschieht in enger Abstimmung mit dem Fachbereich Sport“, so Frey. Während sich die Übungsleitung des Stadtsportbundes Aachen vorrangig um die Nichtschwimmer*innen kümmert, hat das Lehrpersonal die Möglichkeit, Schwimmer*innen gezielt zu fördern.

Schwimmkurse des Stadtsportbundes

Beeindruckende Zahlen liefern auch die Kursangebote des Stadtsportbundes, die teilweise bereits seit 2008 laufen: Aktuell gibt es 210 Schwimmkurse für Kinder außerhalb der Ferien mit 2.000 Kursplätzen. 40 Kurse mit 480 Plätzen kommen über das Programm „NRW kann schwimmen“ dazu. 15 Intensivschwimmkurse in den Ferien mit 120 Plätzen komplettieren das Angebot. Für Erwachsene bietet der Stadtsportbund jährlich außerhalb der Ferien 40 Schwimmkurse mit 400 Plätzen an.

„Blubberclub“

Auch bei den ganz Kleinen im „Blubberclub“ besteht bereits großes Interesse und viel Spaß: 18 Kitas, 35 Kurse und 350 Kita-Kinder seit 2019 zeigen den Erfolg. Allerdings seien in diesem Jahr erst drei von zehn Kitas versorgt, so Frey.

Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung

Darüber hinaus konnten in 2022 insgesamt 16 Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung angeboten werden. Für 2023 sind bereits vier geplant. Während der Schwimmstunde werden hier jeweils fünf Kinder intensiv von zwei Übungsleitungen betreut. Perspektivisch wird eine Kooperation mit der Lebenshilfe angestrebt. Eine Überführung der Kurse in die Sportvereine blieb bisher aber leider erfolglos, da der Koordinierungsaufwand und der Beratungsumfang sehr hoch sind und die Vereine diese Leistung im Ehrenamt kaum bewältigen können.

Schwimmen im Offenen Ganztags

Im Offenen Ganztag der Grundschulen wird ebenfalls Schwimmen angeboten – und das schon seit 2006. Derzeit sind es zehn Angebote pro Schuljahr mit je zwei Stunden pro Woche, betreut von je zwei Übungsleiter*innen.

Die Mitglieder des Ausschusses zeigten sich erfreut über die umfangreichen Angebote. Dr. Markus Kremer, Beigeordneter der Stadt für Personal, Feuerwehr und Sport, lobte die hervorragende Arbeit des Stadtsportbundes: „Wir sind sehr froh, mit dem Stadtsportbund einen kompetenten und hochambitionierten Partner an der Seite zu haben, der gemeinsam mit unseren städtischen Kolleg*innen dafür sorgt, Schwimmkurse für jedermann vorzuhalten und möglichst viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene zeitnah in entsprechende Angebote zu vermitteln. Gemeinsam geben wir so tausenden Kindern die Möglichkeit, an einer Schwimmausbildung zu partizipieren.“ Der Beigeordnete dankte auch den Aachener Schwimmsportvereinen für die Kursangebote, die sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten anbieten.

Schwimmkurse und Angebote der Stadt Aachen

Petra Prömpler, Leiterin des Fachbereichs Sport, komplettierte die Übersicht mit den Zahlen der städtischen Angebote. Trotz des Fachkräftemangels in den städtischen Bädern, konnten im vergangenen Jahr 40 Anfänger*innenkurse mit je 20, 50 Ergänzungskurse mit je fünf und ein Fortgeschrittenenkurs mit je zehn Einheiten umgesetzt werden.

Allerdings stehen derzeit aber auch noch rund 300 Kinder auf Wartelisten für Kurse. Zur gezielteren Verteilung der Plätze – und damit zum schnelleren Abbau der Wartelisten – soll die Anmeldung zu Schwimmkursen künftig online über Serviceportal der Stadt Aachen erfolgen. Dieses Angebot soll kurzfristig erfolgen.

Zusätzliche Wasserzeiten für die Schwimmausbildung wurden ebenfalls geschaffen: So gibt es nun in den Sommerferien in der Elisabethhalle und samstags außerhalb der Ferien in allen städtischen Lehrschwimmbecken zusätzliche Zeiten für Schwimmkurse.

Wichtig ist auch, Kindern wieder Spaß am Schwimmen zu vermitteln. Eine Möglichkeit ist der Grundschulschwimmwettkampf, organisiert durch den Fachbereich Sport, nächste Woche: Hier messen sich zwölf Grundschulen spielerisch und im Wettkampf gegeneinander. Schon die Vorbereitung in den Wochen vor dem Wettbewerb unterstreichen die besondere Wertigkeit für das Schwimmen in den Schulen.

(Pressemitteilung der Stadt Aachen)